MOMOKO

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Text: Zoë Kressler, Pablo Rime – 2019

Wie oft habe ich mich schon gefragt,

was als nächstes kommen mag.

Wir stehen auf einer endlosen Strasse,

mit all den anderen.

 

Doch wer kümmert sich,

um all die Seelen in der verlorenen Stadt,

sobald die Seuche ausgebrochen ist?

 

Wir lernen alles darüber,

doch was machen wir schon?

Wir müssen ihnen helfen,

sie davor verschonen.

Denn wir hängen alle da mit drin.

Das ist unsere Aufgabe, das was wir sind.

 

Denn alles zählt, alles gilt -

Wenn die Medien zeigen und wir zum Wegschauen neigen.

 

Jeder zählt, jeder gilt -

Wenn das Boot viel zu klein ist, trotzdem alle einsteigen.

 

Wir müssen zusammen halten - 

 

Wenn einer in der Ecke steht und alle andern schweigen.

 

Zusammen können wir jeden halten -

 

Dann lasst uns Menschlichkeit zeigen.

 

Révise tes maths si tout le monde compte.

C’est partout pareil, que tu viennes de Grattavache

ou de Hongkong, si tu trouves pas ta place -  

Y'en a des milliards, près du corbillard.

Qui se soucie de nos âmes perdues?

Le désespoir perdure.

Qui se soucie de nos âmes perdues?

Bien sûr que ca m’perturbe.

Et on a plus le temps Gaïa a déserté son antre.

La terre chante une mélodie dissonante.

Même la lune en tremble mais l’humain danse.

Qu’en est-il du vivre ensemble?

Tout le monde compte, c’est pas trop tard

pour s'en rendre compte.

Alors révise tes maths c’est notre lutte.

Pourquoi attendre une autre lune pour du changement?

Les gouvernements t'mentent!

Bien sûr que nos chances sont inégales,

ça serait déjà plus le cas si ça ne tenait qu’à moi.

Wir lernen alles darüber,

doch was machen wir schon?

Wir müssen ihnen helfen,

sie davor verschonen.

Denn wir hängen alle da mit drin.

Das ist unsere Aufgabe, das was wir sind.

 

Das ist unsere Aufgabe, das was wir sind.

Kommst du auch mit?

Das ist unsere Aufgabe, das was wir sind.

 

Text: Zoë Kressler – 2018

Du bist der Grund, warum ich nachts nicht schlafen kann.

Irgendwie ziehst du mich magisch an - 

lalalalalalala lalalalalalala

Jeder deiner Schritte fremd und birgt Gefahr. 

Ich distanzier’ mich mehr und mehr von dem, wer ich war - 

lalalalalalala lalalalalalala

Die ander’n meinen, du tust mir nicht gut.

Bei solchen Worten verlässt mich oft der Mut - 

lalalalalalala lalalalalalala

Ich schliess’ die Augen meine Tränen sollst du nicht sehn.

Egal was kommt, heut’ werd’ ich mit dir gehn - 

lalalalalalala lalalalalalala

Wie betrunken waren wir an diesem Abend?

Sorglos im Gras lag ich neben dir.

Über uns diese Sternenbilder.

Der grosse, der kleine Bär.

Der grosse, der kleine Bär.

Der grosse, der kleine Bär.

Während die Lichter über den Himmel tanzten,

beschlossen wir durch die Welt zu ziehn.

Einfach fliehen. Einfach fliehen.

Wie betrunken waren wir in dieser Nacht. 

Oh Bärenbruder, wie haben wir gelacht.

Und uns nichts dabei gedacht. 

Und uns nichts dabei gedacht.

Wie betrunken waren wir an diesem Abend?

Sorglos im Gras lagst du neben mir.

Über uns diese Sternenbilder.

Der grosse, der kleine Bär.

Der grosse, der kleine Bär.

Der grosse, der kleine Bär.

Wie betrunken waren wir an diesem Abend.

Der grosse, der kleine Bär.

Beschlossen durch die Welt zu ziehn.

Und wenn wir gehn.

Dann wird uns niemand mehr sehn.

Oh niemand mehr sehn.

 
 

Text: Zoë Kressler – 2019

Der ganze Saal kann nichts dafür, man muss sie hören.

Sie wirft den Kopf zurück.

Die Zähne weiss, trotz gelbem Schein, 

der Lampe die dort oben ganz alleine wartet.

Und auch ich bin unbemerkt, dort im Schatten neben dir.

 

Sie lacht zu laut, über deine Witze.

Die sind schon gut.

Aber eben auch nicht mehr.

Sie krallt sich fest in deinem Hemd, als wärs ihre Trophäe.

Als wärst du ihre Trophäe.

 

Stilles Lachen wird oft nicht gehört.

Stille Liebe wird oft nicht gesehen.

Stille Menschen. 

Stille Menschen werden übersehen.

 

Und einmal schweift dein Blick zum Schatten neben dir.

Dessen Kopf so rot ist, wie das enge Kleid von ihr,

das nach Aufmerksamkeit schreit 

und Himmel, es schreit tief in mir.

Doch du hörst nichts.

 

Und dann war dieser Abend vorbei.

Das rote Kleid und du, ihr nahmt den Aufzug kurz nach zwei.

Und die Türen waren schon fast zu, doch dazwischen meine Hand.

Vier perfekte Augen drücken mich an die Wand.

 

Stilles Lachen wird oft nicht gehört.

Stille Liebe wird oft nicht gesehen.

Stille Menschen. 

Stille Menschen werden übersehen.

 

Stille Menschen.

Stille Menschen.

Stille Menschen.

Stille Menschen werden übersehen.

Text: Zoë Kressler – 2019

Du warst da, nah bei mir. 

Und ich konnte dich nicht halten. 

Und dann so viele Fragen. Ich hab Engel fliegen sehen.

 

Man versteht nicht, warum sie ihre Flügel öffnen

und eines Tages gehen. 

Doch wer einmal einen Engel sah, wird ihn auch wiedersehen. Du wirst deinen Engel wiedersehen. 

 

Zwei Engel im Himmel. Zwei an der Hand. Ohohohoh

Zwei mit Flügel. Zwei neben mir im Sand. 

 

Du machst mich stark und schwach zugleich. Es bringt mich an meine Grenzen. Ich werd immer für dich da sein. Mhmmm

Immer für dich da sein. 

 

Zwei Engel im Himmel. Zwei an der Hand. Ohohohoh

Zwei mit Flügel. Zwei neben mir im Sand.  

 

Du bist mein Wunder, Wunder, Wunder, wunderbar.

Du bist mein Wunder, Wunder, ich bin für dich da.

 

Zwei an der Hand, zwei Plätze frei. 

Ein tiefer Wunsch, ein leiser Schrei. 

 

Zwei an der Hand, zwei Plätze frei. 

Ein tiefer Wunsch, ein leiser Schrei.

 

Zwei Engel im Himmel. Zwei an der Hand. Ohohohoh

Zwei mit Flügel. Zwei neben mir im Sand.  

 

Zwei Engel im Himmel. Zwei an der Hand. Ohohohoh

Zwei mit Flügel. Zwei neben mir im Sand.  

 

Du bist mein Wunder, Wunder, Wunder, wunderbar.

Du bist mein Wunder, Wunder, ich bin für dich da.

 

Text: Zoë Kressler – 2018

Sie wohnt nebenan. Man sieht’s ihr an.

Doch was sie kann, bleibt verborgen. Für jedermann.

 

Und wenn ich dann nach Hause komm,

steht sie da am Fenster und winkt mir zu. So wie keiner sonst.

 

Was ist schon normal. Was ist denn normal.

Sie singt das 21-Mal.

Wer ist schon normal. Sag bist du denn normal.

Sie singt das 21-Mal.

 

Sie sollte einmal auf der Bühne stehen. 

Einmal alles von oben sehen. 

Und nicht in der Menge stehen. Nicht untergehen.

 

Ihre Welt ist meist nur sehr klein, doch lässt man sie erst 

in die eigne Welt hinein: lacht sie heller als der Sonnenschein.

 

Sie möchte singen, ihr Leben lang singen.

Und nicht hören, dass sie anders ist.

Nicht hören, dass sie anders ist.

 

Was ist schon normal. Was ist denn normal.

Sie singt das 21-Mal.

Wer ist schon normal. Sag bist du denn normal.

Sie singt das 21-Mal.

 

Sie sollte einmal auf der Bühne stehen. 

Einmal alles von oben sehen.

Und nicht in der Menge stehen. Nicht untergehen.

Mein erstes Konzert, sie jubelt ganz vorne bei mir.

Nur wenige andere sind hier. 

Keiner tanzt wie sie, zum Gesang und zum Klavier. 

Berühmt oder nicht, das zählt für sie einfach nicht.

Ich schau in ihr Gesicht. 

Ich seh wie die ganze Freude in ihr ausbricht.

Denn sie tanzt hier im Licht und sie tanzt

und dreht sich um sich.

 

Du musst nicht einmal auf der Bühne stehen.

Damit die andern dich auch alle sehen.

Du kannst in der Menge stehen.

Ich werde dich immer sehen.

  

 

© 2019 by ZOË MË

zoe@zoe-me-music.com